Ein sportliches Mediencamp

(Antonia Pfaff, 19 Jahre)

Sonntag, 16.30 Uhr, Sonneberg. Nach knapp 2,5 Stunden Autofahrt traf ich pünktlich im „Outdoor Inn“ ein. In den nächsten drei Tagen werden elf junge Medienmacher und ich die Chance haben, als Nachwuchs – Reporter in die Welt des Journalismus einzutauchen. Als zusätzliches Highlight bekommen wir einen Einblick in ganz verschiedene Outdoor – Sportarten.


Der Montagvormittag stand im Zeichen der ersten Redaktionskonferenz. Nach einer kurzen Einweisung durch die Trainer des junge medien thüringen e.V. wurden auch schon die ersten Rollen verteilt und es wurde ernst. Einige schnappten sich die Kamera, andere fotografierten, manche packten auch gleich die Diktiergeräte. Der Auftrag war klar: Dokumentieren, Recherchieren und natürlich viel Spaß haben.

Nach dem Mittag begannen die ersten Outdoor-Abenteuer. Den Anfang bildete das Bogenschießen. Wir ergriffen die Bögen und probierten uns aus. Jeder Anfang ist schwer, doch es klappte dann doch ganz gut. Die Einführung für den Outdoor – Sport bekamen wir von Ina Müller, Trainerin des Outdoor Inn. Mit einer Engelsgeduld zeigte sie uns wieder und wieder, wie wir am besten stehen und was wir beachten sollten. Ina schätze unsere Gruppe aber alles in allem als sportlich ein und erkannte sofort unser Potential, ein wichtiger Trost für mich. Weiter gings zum Klettern. Wir Medienjünger mussten eine gefühlte 30 Meter hohe Kletterwand bewältigt. Auch hier gab es anfängliche Komplikationen, die aber rasch überwunden werden konnten. Am Ende hatte es dann doch jeder geschafft, sich todesmutig der Wand zu stellen. Als ich, vermeintlich sicher, wieder auf festem Boden stand, wirkte ich unsicherer als an der Wand. Das Adrenalin schoss in jede Pore und mein Körper zitterte. Das letzte Abenteuer dieses Tages bestand darin, in der Wildnis ein Feuer zu entfachen, selbstverständlich ohne Feuerzeug und Streichhölzer. Eine Methode wäre, an einer Batterie mit Hilfe von Stahlwolle einen Kurzschluss zu erzeugen, doch wer hat das im Gelände schon dabei. Eine plausiblere war dann schon die altbewährte Lupe oder gern auch eine Brille. Ein Tipp vom Outdoor-Experten: Tampons entzünden hervorragend.

Nach dem Abendbrot, körperlich völlig erschöpft, begannen wir schon das Material zu sichten, Bilder zu ordnen und erste Blog-Einträge zu schreiben. Der Abend kostete natürlich Kraft und deshalb trug es mich bereits sehr früh ins Bett.

Am Dienstag war der Höhepunkt ein kleiner Marsch mit GPS – Geräten. Im Anschluss bauten wir eine Seilbrücke und stürzten uns waghalsig die rund 10 Meter in die Tiefe. Auch hier wurden wir von Ina tatkräftig unterstützt. Ein Abenteuer sicher überstanden folgte gleich das nächste – eine Conference Biking-Tour durch Sonneberg. Das rote Gefährt. Axel, der Inhaber vom Outdoor Inn und eine weitere Mitarbeiterin fuhren mit uns durch Sonneberg und wir bekamen eine kleine Stadtführung auf 4 Rädern. Nach dem Abendbrot sichteten wir wieder Material, begannen schon Videosequenzen zu schneiden, und erweiterten die Blogs. Der Tag klang mit Lagerfeuer, Grillen und Zelten aus.


Zusammenfassend war es nicht nur ein Exkurs in die Welt des Journalismus, sondern auch in die Welt des Sports – outdoor.
Es entstand sehr schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl, denn es wurde nur im Gruppenrahmen gearbeitet. Sei es in Zweierteams, beim Fotografieren, Filmen oder Interviewen, als auch beim Klettern, zur gegenseitigen Sicherung bis hin zum Conference–Biking.
Die Erlebnisse von uns Nachwuchs – Reportern haben wir in schriftlicher Form, Bild und Video auf unserem Blog www.wildwuchsmediencamp.wordpress.com festgehalten. Zum einen für uns, als schöne Erinnerung, aber auch für die, die nicht dabei waren, sich aber für ähnliche Projekte interessieren.

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