Archive for the ‘Mediencamp’ Category

„Ausgewogenheit ist das Wichtigste bei gesunder Ernährung“

von Linus Walter (15) aus Erfurt

Ein gesunder Mensch, der sich bewegt, braucht auch Energie. Aber was isst man, wenn man sich dabei auch gesund ernähren möchte? „Sich gesund ernähren heißt, dass man ein ausgewogenes Verhältnis an Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zu sich nimmt“, erklärte uns Ernährungscoach Yvonne Kaufmann von der AOK Plus beim gemeinsamen Kochen eines vegetarischen Eintopfs. Dabei sei es wichtig, mehrmals am Tag kohlenhydrathaltige Produkte, mindestens einmal am Tag eiweißhaltige Produkte und sehr wenig fetthaltige Produkte zu essen.

Wer überschüssiges Fett loswerden möchte, sollte abends möglichst keine oder wenige Kohlenhydrate auf dem Tisch tafeln, da sie den Insulinspiegel oben halten und dieser wiederum verhindert, dass Fett über Nacht im Körper verbrannt wird.

Weiterhin sollte man seine Nahrungsaufnahme auf drei Hauptmahlzeiten am Tag beschränken, weil sonst dauerhaft Insulin produziert wird und dies zu Diabetes führen kann. Doch natürlich gehören nicht nur Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zu einer gesunden Ernährung.

Der Körper benötigt auch die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine und Ballaststoffe, die unverzichtbar für unsere Gesundheit sind. Vitaminen bestimmen, ob Vorgänge in unseren Körperzellen angeregt oder gehemmt werden. Sie sind also sozusagen Reglerstoffe. Ballaststoffe wiederum sind sozusagen Feststoffe, die im Magen aufquellen und äußerst verdauungsfördernd sind. Sie verhindern die berüchtigten Verstopfungen und senken das eigene Darmkrebsrisiko. Fertiggerichte sollte man so wenige wie möglich verspeisen, da in diesen meistens Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker verwendet werden. Diese Zusatzstoffe werden meistens als E-Stoffe angegeben und die meisten Leute wissen sowieso nicht, was sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt. Aber auch mit den eigentlichen Namen der Stoffe kann kaum einer etwas anfangen. Deshalb sollte man sich den Spruch „Du bist was du isst“ zu Herzen nehmen und seine Mahlzeiten möglichst selbst kochen. Denn wer will schon ein Geschmacksverstärker oder ein Konservierungsstoff sein? 😀
Ein hochbrisantes Thema, wenn es um Ernährungsfragen geht, ist auch die Frage, ob die fleischlose Form der vegetarischen Ernährung für unseren Körper gut ist oder nicht. Die vegetarische Ernährung ist vom Grundsatz her nicht schädlich für den Körper, da durch die fleischlose Ernährung höchstens ein Eisenmangel auftritt, welcher aber durch den Verzehr von diversen anderen Nahrungsmitteln wie Kürbiskernbrot, Sojabohnen oder Steinpilzen ausgeglichen wird. Somit ist der Verzicht auf Fleisch gesundheitlich unbedenklich und kann ruhig weiter empfohlen werden. Aber wie immer bei Lebensmitteln kommt es auf Frische und Qualität an. Drum prüfe, wer gut speisen und gesundbleiben will.


Gesunde Ernährung ist im Grundsatz nicht schwer. Somit sage ich nur eins:
GUTEN APPETIT

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Mit dem Minibus auf die Wiese

(Pia Amerongen, 15 Jahre)

Ich habe das Drei-Frau-Zelt Minibus 33 von North Face getestet. Der Aufbau des Zeltes durch zwei Frauen ohne Anleitung dauerte entgegen aller Erwartungen und Ansagen nur 10 Minuten. Und es wäre sicherlich noch schneller möglich gewesen, wäre der Aufbau der Gestängekonstruktion nicht so ungewöhnlich neumodisch. Statt dem herkömmlichen Kuppelzelt mit gekreuzten Stangen, war unser Gestänge parallel angeordnet, sodass sich eine Art Tunnel bildete. Zwei Frauen für den Aufbau waren ideal, doch eine allein hätte diese Aufgabe nicht bewältigen können. Die Stangen wollten nicht in ihrer ihnen zugedachten Position bleiben. Die Verbindungsstangen alleine anzubringen wäre folglich einigermaßen kompliziert gewesen. Doch der Aufbau der Gestängekonstruktion war nicht die einzige Verbesserung im Vergleich zu einem typischen, kostengünstigen Discount-Zeltchen. Es gab zudem geringfügige Erneuerungen bei der Fixierung der Zeltplane an den Stangen.


Das Zelt ist aufgebaut klein und wie ein rechteckiger Kasten geformt, sodass es ein bisschen wie ein überdimensionierter Bauklotz wirkt. Im Inneren ist Platz für drei Personen, unter der Bedingung, dass man keine Berührungsängste hat. Das Zelt hat viele kleine Taschen an den Zeltwänden verteilt und zudem für Nachtschwärmer etliche Bändchen zum Befestigen von Lampen.

Zusammengebaut misst es rund 45 Zentimeter in der Länge und 15 im Durchmesser und ist somit ein perfekter Lückenfüller bei Wanderungen.

Ein sportliches Mediencamp

(Antonia Pfaff, 19 Jahre)

Sonntag, 16.30 Uhr, Sonneberg. Nach knapp 2,5 Stunden Autofahrt traf ich pünktlich im „Outdoor Inn“ ein. In den nächsten drei Tagen werden elf junge Medienmacher und ich die Chance haben, als Nachwuchs – Reporter in die Welt des Journalismus einzutauchen. Als zusätzliches Highlight bekommen wir einen Einblick in ganz verschiedene Outdoor – Sportarten.


Der Montagvormittag stand im Zeichen der ersten Redaktionskonferenz. Nach einer kurzen Einweisung durch die Trainer des junge medien thüringen e.V. wurden auch schon die ersten Rollen verteilt und es wurde ernst. Einige schnappten sich die Kamera, andere fotografierten, manche packten auch gleich die Diktiergeräte. Der Auftrag war klar: Dokumentieren, Recherchieren und natürlich viel Spaß haben.

Nach dem Mittag begannen die ersten Outdoor-Abenteuer. Den Anfang bildete das Bogenschießen. Wir ergriffen die Bögen und probierten uns aus. Jeder Anfang ist schwer, doch es klappte dann doch ganz gut. Die Einführung für den Outdoor – Sport bekamen wir von Ina Müller, Trainerin des Outdoor Inn. Mit einer Engelsgeduld zeigte sie uns wieder und wieder, wie wir am besten stehen und was wir beachten sollten. Ina schätze unsere Gruppe aber alles in allem als sportlich ein und erkannte sofort unser Potential, ein wichtiger Trost für mich. Weiter gings zum Klettern. Wir Medienjünger mussten eine gefühlte 30 Meter hohe Kletterwand bewältigt. Auch hier gab es anfängliche Komplikationen, die aber rasch überwunden werden konnten. Am Ende hatte es dann doch jeder geschafft, sich todesmutig der Wand zu stellen. Als ich, vermeintlich sicher, wieder auf festem Boden stand, wirkte ich unsicherer als an der Wand. Das Adrenalin schoss in jede Pore und mein Körper zitterte. Das letzte Abenteuer dieses Tages bestand darin, in der Wildnis ein Feuer zu entfachen, selbstverständlich ohne Feuerzeug und Streichhölzer. Eine Methode wäre, an einer Batterie mit Hilfe von Stahlwolle einen Kurzschluss zu erzeugen, doch wer hat das im Gelände schon dabei. Eine plausiblere war dann schon die altbewährte Lupe oder gern auch eine Brille. Ein Tipp vom Outdoor-Experten: Tampons entzünden hervorragend.

Nach dem Abendbrot, körperlich völlig erschöpft, begannen wir schon das Material zu sichten, Bilder zu ordnen und erste Blog-Einträge zu schreiben. Der Abend kostete natürlich Kraft und deshalb trug es mich bereits sehr früh ins Bett.

Am Dienstag war der Höhepunkt ein kleiner Marsch mit GPS – Geräten. Im Anschluss bauten wir eine Seilbrücke und stürzten uns waghalsig die rund 10 Meter in die Tiefe. Auch hier wurden wir von Ina tatkräftig unterstützt. Ein Abenteuer sicher überstanden folgte gleich das nächste – eine Conference Biking-Tour durch Sonneberg. Das rote Gefährt. Axel, der Inhaber vom Outdoor Inn und eine weitere Mitarbeiterin fuhren mit uns durch Sonneberg und wir bekamen eine kleine Stadtführung auf 4 Rädern. Nach dem Abendbrot sichteten wir wieder Material, begannen schon Videosequenzen zu schneiden, und erweiterten die Blogs. Der Tag klang mit Lagerfeuer, Grillen und Zelten aus.


Zusammenfassend war es nicht nur ein Exkurs in die Welt des Journalismus, sondern auch in die Welt des Sports – outdoor.
Es entstand sehr schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl, denn es wurde nur im Gruppenrahmen gearbeitet. Sei es in Zweierteams, beim Fotografieren, Filmen oder Interviewen, als auch beim Klettern, zur gegenseitigen Sicherung bis hin zum Conference–Biking.
Die Erlebnisse von uns Nachwuchs – Reportern haben wir in schriftlicher Form, Bild und Video auf unserem Blog www.wildwuchsmediencamp.wordpress.com festgehalten. Zum einen für uns, als schöne Erinnerung, aber auch für die, die nicht dabei waren, sich aber für ähnliche Projekte interessieren.