Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Rucksacktest: Tatonka „Trillian“

Outdoor-Reporter Linus Walter testete im Wildwuchs-Mediencamp den Alltags- und Arbeitsrucksack „Trillian“ von Tatonka. Auf eine kleine Geocaching-Tour nahm er Laptop und Kamera mit. Hier lest Ihr seinen Testbericht:

Ich habe den großformatigen Büro-Tagesrucksack „Trillian“ im Thüringer Wald unter sonnigen Wetterbedingungen getestet. Dazu belud ich ihn mit Laptop, Kamera, einer Jacke und zahlreichen Büroutensilien. Die 24 Liter Fassungsvermögen bieten viel Platz. Nach meiner mehrstündigen Wanderung kam ich zu dem Schluss, dass der Tragekomfort trotz Gewichts meiner Ausrüstung sehr hoch war. Der Rucksack sitzt dank der Kompressionsriemen sehr gut und fest am Körper. Die Rückenpolster ermöglichen eine gute Belüftung. Durch die breiten, geschwungenen Schultergurte sind auch längere und schwere Belastungen kein Problem. Und zur Not kann man damit auch mal einem Bus hinter her rennen.

Beim Aus- und Einpacken analysierte ich sein Platzangebot und verbunden damit seine Funktionalität. Die Einteilung der Taschen ist zweckmäßig gut durchdacht, übersichtlich und geräumig. Wichtige Utensilien wie Handy oder Schlüssen sind schnell griffbereit. Vor allem das Frontfach bietet eine gute Möglichkeit, Schreibutensilien sicher unterzubringen. Allerdings habe ich eine Flaschenhalterung sehr vermisst. Optisch ist der „Trillian“ sehr schlicht und modern gehalten. Er fällt nicht als Outdoor-Rucksack auf. Ein treuer Begleiter in Beruf und Freizeit.
Funktional eignet sich der Rucksack für den Transport von Heftern, Ordnern, Laptops und anderen Kleinstgegenständen. Durch seine relative Wetterfestigkeit kann er auch bei leichtem Regen verwendet werden. Somit kann man der Rucksack sehr gut für die Arbeit im Freien oder für die Fahrradfahrt ins Büro benutzen.

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Mit dem Mediennachwuchs zwischen Fichten und Felsen

Aktivwellness.de-Reporter Andy Dietrich und Henryk Balkow begeisterten in den Osterferien 2011 in einem bisher einzigartigen Outdoor-Camp für junge Journalisten und Medienmacher den Nachwuchs für Funsport und gesunde Lebensweise mit und in der Natur. Im „outdoor inn“ Sonneberg richteten sie ihr Medienzentrum ein und entdeckten von dort aus das Abenteuer im Freien.


Zweifelsohne ist die Anreise nach Sonneberg im Thüringer Wald etwas abenteuerlich. Ob mit dem Zug oder dem Auto, die kleine Spielzeug-Stadt an der bayrisch-thüringischen Grenze liegt dafür aber unglaublich idyllisch und sonnig nahe dem Rennsteig und dem „grünen Band“. Der junge medien thüringen – junge presse thüringen e.V. fördert seit 20 jahren in Thüringen den Mediennachwuchs. Von Schülerzeitungsredakteuren über Blogger bis hin zu jungen Filmemachern trifft sich hier der Mediennachwuchs. Als „dreckiges Dutzend“ veranstalteten sie erstmalig das Mediencamp „Wildwuchs“, um Nachwuchs-Reporter für das Recherchieren, Verfassen, Fotografieren und Filmen von Erlebnis-Reportagen auszubilden und zu infizieren. „Bei solchen Mediencamps vermitteln wir aber nicht nur Medienkompetenz und journalistisches Handwerk. Wir beschäftigen uns auch immer mit wichtigen Themen, zu denen wir gemeinsam recherchieren“, erklärt Medienpädagoge Denny Willmann. „Im Wildwuchs-Camp wollen wir bei den jungen Medienmachern und denjenigen, die sie über ihre Blogs, Schülerzeitungen, Filme und soziale Netzwerke erreichen die Neugier für Sport und Abenteuer in der Natur sowie eine gesunde Lebensweise wecken“, bekräftigt Willmann, der sechs Jahre zur See fuhr und deshalb von den Teilnehmern des Camps liebevoll „Seebär“ genannt wird.

Zusammen mit Pia aus Hamburg, Marie, Linus, René, Sven, Till, Ben aus Erfurt, Antonia aus Leinefelde, Jonas aus Friedrichroda und den beiden Aktivwellness-Reportern war er 4 Tage in und um Sonneberg als Wildnis-Medienpädagoge.  Die jüngsten Outdoor-Reporter waren 15 Jahre jung. Mit gesponserten Tickets von der DB Regio kamen sie umweltbewusst mit Nahverkehrszügen in Thüringens Süden an.

Nach der Ankunft am ersten Tag aus allen Himmelsrichtungen starteteten sie am folgenden Tag mit den Grundlagen und Grundsätzen journalistischer Recherche für Zeitungen, Blogs, Internet-Videokanäle und TV durch Trainings von den Medienprofis. Die Sonne lachte in Sonneberg während des gesamten Wildwuchs-Mediencamps. Da machten die Recherchen bei Outdoor-Aktivitäten gleich noch mehr Spaß. Am Nachmittag testeten die jungen Reporter für ihre Recherchen das Bogenschießen, Klettern und Feuermachen in der Natur. Outdoor-Trainer Ina, Axel und Uwe aus dem „outdoor inn“ standen als Coachs und Interviewpartner zur Verfügung. Ununterbrochen klickten und filmten Foto- und Videokameras.

„Es war körperlich schon ziemlich anstrengend, aber ich hätte nie gedacht, dass sowas so viel Spaß machen kann“ resümierte René Rink erschöpft. Nach der Stärkung am Abendbrotstisch ging es wieder zurück in’s Medienzentrum, das eigens für das Mediencamp in der riesigen Grillhütte des „outdoor inn“ errichtet wurde. Die vielen Informationen, Bilder und Videos mussten noch gesammelt, gesichtet, sortiert und bearbeitet werden. Im eigenen Blog „Wildwuchsmediencamp“ werden die vielen Berichte, Reportagen, Bilder und Videos nach und nach veröffentlicht. Am dritten Tag wurde die Redaktionsarbeit im Medienzentrum den ganzen Vormittag noch fortgesetzt. Saubere journalistische und künstlerische Arbeit braucht Zeit und die vergeht schnell, wenn man mit Leidenschaft dabei ist. Am Nachmittag sah das „dreckige Dutzend“ wieder Tageslicht. Die Outdoor-Trainer wiesen die Redaktion in das Geocaching ein. In vier Teams haben die jungen Redakteure zudem Test-Rucksäcke von „Tatonka“ und „The North Face“ ausprobiert, um darüber später journalistische Erfahrungsberichte zu verfassen. Am Zielort mussten die 4 Teams wieder zusammenarbeiten und eine Seilbrücke über eine Schlucht mit Weiher bauen. Eine schwierige und nicht ungefährliche Aufgabe. Anschließend fuhren die Reporter mit Outdoor-Experte Axel Müller auf Conference Bikes jeweils zu siebt an einer Kette durch die schöne Stadt Sonneberg, vorbei am Deutschen Spielzeugmuseum und mit nur einem Gang über Berg und Tal.

Mit vielen Emotionen und Material kamen die jungen Medienmacher wieder zurück in ihr Medienzentrum. Erneut musste Material für die Veröffentlichungen aufgearbeitet werden. Nach dem Abendbrot standen neben einem Lagerfeuer noch Zelttests auf dem Programm. Die Medienprofis erklärten, wie journalistisch und beinahe wissenschaftlich Produkte getestet werden müssen. Auf Zeit bauten die Teilnehmer Zelte von Vaude, The North Face, Salewa und Outwell auf. Die Testberichte hierzu stehen im Wildwuchsmediencamp-Blog.

Nach einer Nacht im Zelt und Frühstück auf der Bergwiese verlagerte die Redaktion ihren Mittelpunkt wieder in das Medienzentrum. Ernährungstrainerin Yvonne Kaufmann wurde von der Krankenkasse AOK Plus geschickt, um die jungen Reporter über gesunde Ernährung, insbesondere bei Menschen, die sich viel und gern bewegen, aufzuklären. Gemeinsam wurde ein vegetarischer Eintopf zubereitet und verspeist. Nach letzten Redaktionsarbeiten endete das Camp schneller, als es den 12 Outdoor-Freunden lieb war. Die vielen Medienbeiträge im Internet und ihren Schülerzeitungen werden sie noch lange erinnern. Das Widlwuchs-Camp wird sie aber noch noch lange prägen, weiß Denny Willmann und freut sich auf die Fortsetzung.

Outdoor – Abriss

(Pia Amerongen, 15 Jahre)

Sobald sich die Hanteln statt unter dem Bett im Park und im besten Falle auch in einer Hand befinden, ist das Outdoorsport. Oder nicht? Bei Outdoorsport denkt man weniger an Walking im Park als an todesmutiges Klettern in den Alpen in Jack Wolfskin-Klamotten und mit Schuhen, die sich an der Grenze zwischen albern und sportlich befinden. Ist Outdoorsport also nur sportlich wirkende Bewegung in dementsprechenden Klamotten mit einer Einstellung, die alles zu einem Abenteuer werden lässt?

Axel Müller, 38 Jahre alt, Outdoorexperte und Inhaber des Outdoor Inn in Sonneberg, definiert Outdoorsport kurz und knapp als jeglichen Sport, der draußen stattfindet. So ist seiner Meinung nach Tai Chi im Park genauso berechtigt wie Wandern in den Alpen den Namen Outdoorsport zu tragen, wobei man seiner Meinung nach mit den Begriff Outdoor sehr viel weniger verbindet als jeglichen Draußensport. Outdoor sei ein schwammiger Begriff, der nicht klar definiert ist und der nach Abenteuer und fremden Gegenden klingt, so der Experte. Die Faszination des Outdoorsports und besonders die Beliebtheit der einschlägigen  Allwetter-Klamotten erklärt er sich nicht nur mit den funktionellen Vorzügen, die in der Großstadt ja weniger gebraucht werden, sondern eher mit dem damit einhergehenden Freiheitsgefühl und der Naturverbundenheit. In einer Zeit der Hektik und Koffein-Tabletten sucht der Mensch seine Wurzeln, die nicht in Betonstädten, sondern in der Natur liegen und die ihn dazu verleiten, sich in Kunstfaserkleidung zu hüllen und in Situationen zu begeben, in denen man Freunden sein Leben anvertrauen muss (oder man es sich wenigstens überlegen sollte). So hat Outdoor seine Anhänger überall. Selbst dort, wo es nicht von Nöten wäre, prägt die markante Wolfstatze das allgemeine Stadtbild.

Doch Outdoorsport bedeutet weit mehr als mit einer Jack Wolfskin-Jacke durch die Innenstadt zu dackeln, davon durfte ich mich im April in Sonneberg selbst überzeugen. Ganz ohne Markenklamotten, sondern mit Stoffturnschuhen bekleidet, bauten wir eine Seilbrücke über ein rund 15 Meter tiefes und 25 Meter breites Tal, in dessen Mitte sich ein kleiner, schmutzig erscheinender Teich befand. Sage und schreibe drei Seile, eine Y-Sicherung und ein Geschirr hatten wir zur Verfügung – und man hätte es nicht gedacht, aber wir haben den Teich überquert. Mit Anlauf wurde der Sturz in die Tiefe begonnen, mit Schwung folgte ein spektakulärer Flug über die schöne Landschaft und ein selten anmutig wirkendes Landen auf der anderen Seite, bei den wenigsten klappte das allerdings. Oftmals wurde aus dem Flug ein Fall und aus dem Landen ein Heranziehen. „Hätte ich doch vorher Red Bull getrunken, dann hätte ich jetzt Flügel und müsste nicht hier runterspringen“, brachte Henryk, der Leiter des Ganzen, seine Gefühle auf den Punkt.

Stilecht gehört zum Outdoorsport auch Zelten.  Die Aufbauzeiten variierten von 30 Sekunden für ein Hin-und-fertig-Zelt und 15 Minuten für ein hochmodernes, ultraschickes und total kompliziertes Zelt, das aufgrund der außen liegenden Stangen wie falsch herum aufgebaut wirkt. Doch hier dominierten dann wieder die bekannten Marken. Zwar war keines der Zelte mit der Tatze verziert, doch eine wunderschöne Berglandschaft wies eines von ihnen als qualitativ hochwertig aus, was nicht heißt, dass es leichter aufzubauen war.

Ganz in dem Sinne unserer wölfischen Marke waren wir drei Tage „Draußen zu Hause“.

Teilnehmer und Teamer